Versorgungskonzepte & Evaluation
Methodik, die der Prüfung standhält
Der methodische Teil entscheidet. Ob ein Vorhaben gefördert, ein Gutachten belastbar oder ein Versorgungsmodell später refinanzierbar ist, hängt weniger an der Idee als daran, ob Versorgungsproblem, Intervention, Endpunkte und Auswertung sauber ineinandergreifen. Genau daran arbeite ich – innerhalb eines Antrags oder unabhängig davon.
Auftraggeber sind Konsortien und Kliniken, die ein Vorhaben aufsetzen, ebenso wie Beratungen, Institute und Unternehmen, die methodische Kapazität für ein laufendes Projekt brauchen. Fachlicher Hintergrund: Promotion in Public Health, Forschung zu Versorgungsforschung und Epidemiologie, über 30 begleitete Innovationsfonds-Anträge.
Leistung 1
Versorgungskonzepte
Für Vorhaben, bei denen die Versorgungsidee steht, aber die Ausarbeitung fehlt.
Ich arbeite aus einer Projektidee ein Konzept aus, das den Weg von der Versorgungslücke zur konkreten Intervention nachvollziehbar macht – und die Fragen beantwortet, die Fördergeber, Gutachterinnen und Kostenträger regelmäßig stellen.
Das umfasst typischerweise:
→ Versorgungsproblem und Ausgangslage, datenbasiert hergeleitet
→ Zielgruppe mit Ein- und Ausschlusskriterien
→ Interventionslogik: über welchen Mechanismus die Verbesserung eintreten soll
→ Prozessbeschreibung mit Schnittstellen und Rollen der beteiligten Akteure
→ Rechtsgrundlage im SGB V oder SGB XI und Verortung im Leistungsrecht
→ Refinanzierung nach Projektende und Überführung in die Regelversorgung
→ Übertragbarkeit auf andere Regionen, Träger und Einrichtungen
Leistung 2
Evaluationskonzepte & Studiendesign
Für Vorhaben, deren Wirksamkeit belastbar gezeigt werden muss – im Antrag, im Modellvorhaben oder im Gutachten.
Ich entwickle das Evaluationsdesign entlang der Frage, was tatsächlich beantwortbar ist: mit den verfügbaren Fallzahlen, den erreichbaren Datenquellen und innerhalb der Projektlaufzeit. Ein methodisch elegantes Design, das im Feld nicht umsetzbar ist, hilft niemandem.
Das umfasst typischerweise:
→ Fragestellung, Hypothesen sowie primäre und sekundäre Endpunkte
→ Wahl des Studiendesigns: randomisiert, stepped wedge, quasi-experimentell oder Beobachtungsstudie
→ Datenquellen: Primärerhebung, Routine- und Abrechnungsdaten, PROMs und PREMs
→ Fallzahlplanung in Zusammenarbeit mit einem externen Statistiker
→ Prozessevaluation und Implementierungsforschung
→ Gesundheitsökonomische Begleitung und Kosten-Nutzen-Betrachtung
→ Datenschutzkonzept, Ethikvotum und Registrierung
Leistung 3
Methodisches Review & Sparring
Für Teams, die selbst schreiben und einen belastbaren zweiten Blick auf den methodischen Teil brauchen.
Ich lese Konzept- und Methodenkapitel gegen die Kriterien, nach denen sie später bewertet werden, und gebe schriftliches Feedback mit konkreten Überarbeitungsvorschlägen – nicht nur Hinweise darauf, was fehlt.
Das umfasst:
→ Review von Versorgungs-, Studien- und Evaluationskapiteln
→ Prüfung der Konsistenz zwischen Zielen, Endpunkten, Design und Kalkulation
→ Einordnung gegenüber den Anforderungen des jeweiligen Fördergebers
→ Besprechung per Videocall, auf Wunsch über mehrere Überarbeitungszyklen
Leistung 4
Scientific & Medical Writing
Für Organisationen, die fachlich fundierte Texte brauchen, aber keine Kapazität zum Schreiben haben.
Von der Literaturrecherche bis zum abgestimmten Dokument: Versorgungsgutachten, Weißbücher, Positions- und Ergebnisberichte, Publikationen. Auf Wunsch im Namen des Auftraggebers.
Formate:
→ Versorgungsgutachten und Weißbücher
→ Zwischen- und Abschlussberichte für Fördergeber
→ Positionspapiere für Verbände und Stiftungen
→ Wissenschaftliche Publikationen und Kongressbeiträge
Für Beratungen, Institute und Unternehmen
Methodische Seniorität lässt sich schlecht vorhalten und schlecht kurzfristig einstellen. Wenn in einem laufenden Projekt genau diese Kapazität fehlt, arbeite ich als Freelancerin zu – flexibel im Umfang und ohne dass Sie dafür eine Stelle schaffen müssen.
Modelle der Zusammenarbeit
Unterauftrag
Ich übernehme ein abgegrenztes Arbeitspaket innerhalb Ihres Projekts. Die Leistung erscheint auf Wunsch unter Ihrem Namen, die Kundenbeziehung bleibt bei Ihnen. Vertraulichkeitsvereinbarung selbstverständlich.
Kontingent
Ein vereinbartes Tagesvolumen pro Monat, das Sie nach Bedarf abrufen – sinnvoll bei schwankender Auslastung oder wiederkehrenden Antragszyklen.
Projektpartnerschaft
Gemeinsame Bearbeitung eines Vorhabens mit klarer Aufgabenteilung, etwa wenn ich den methodischen Teil verantworte und Sie die fachliche oder regulatorische Seite.
Freelancer-Pool
Aufnahme in Ihren Pool für wiederkehrende Anfragen. Profil und Referenzen stelle ich gerne in der von Ihnen benötigten Form bereit.
Typische Anlässe
→ Antragsfrist steht, Methodikkapitel fehlt
→ Versorgungsgutachten mit knapper Deadline
→ Evaluationsdesign für ein Kundenprojekt
→ Zweitmeinung zu einem strittigen Studiendesign
→ Personelle Lücke nach Abgang im Team
→ Fachlich neues Thema ohne eigene Vorarbeit
Wie ich arbeite
Vom Versorgungsproblem her, nicht von der Lösung. Viele Konzepte scheitern daran, dass die Intervention feststand, bevor das Problem präzise beschrieben war. Die Reihenfolge umzudrehen, kostet zu Beginn Zeit und spart sie später mehrfach ein.
Machbarkeit vor Eleganz. Das beste Design ist das, das im vorhandenen Setting mit den vorhandenen Fallzahlen tatsächlich durchführbar ist. Wo ein Kompromiss nötig ist, wird er benannt und begründet, statt ihn zu kaschieren.
Schnelle Einarbeitung in neue Indikationen. Ich bin Generalistin mit methodischem Kern. In neue Krankheitsbilder, Versorgungssettings und Rechtsgrundlagen arbeite ich mich in kurzer Zeit so weit ein, dass die Zusammenarbeit mit den Fachexpertinnen und -experten auf Augenhöhe funktioniert.
Abgeschlossene Projektphasen. Klar umrissene Pakete mit definiertem Ergebnis und Termin, statt unbefristeter Begleitung. Das hält den Aufwand kalkulierbar – für beide Seiten.
Stimmen aus der Zusammenarbeit
„Lea Borgmann weiß, wie der Prozess funktioniert, und bringt genau die Mischung aus methodischer Kompetenz und praktischem Verständnis mit, die zur Bewilligung unseres Antrages geführt hat."
Dr. Benedikt Simon · Chief Officer Integrated and Digital Care, Asklepios Kliniken
„Lea Borgmann hat den Prozess der Antragsentwicklung mit ihrer großen Erfahrung und wissenschaftlich-methodischen Kompetenz, ihrer schnellen Auffassungsgabe für neue Themenbereiche sowie ihrer zielorientierten und strukturierten Arbeitsweise so mitgestaltet, dass wir am Ende selbst beeindruckt vom Ergebnis waren."
Prof. Dr. Claudia Bausewein · Direktorin der Klinik für Palliativmedizin, LMU Klinikum München
Häufige Fragen
Was gehört zu einem tragfähigen Versorgungskonzept?
Das datenbasiert hergeleitete Versorgungsproblem, eine über Ein- und Ausschlusskriterien definierte Zielgruppe, eine explizite Interventionslogik, die konkrete Prozessbeschreibung, die Rechtsgrundlage im SGB V oder SGB XI, die Refinanzierung nach Projektende und eine belastbare Aussage zur Übertragbarkeit.
Geht das auch unabhängig von einem Förderantrag?
Ja. Versorgungskonzepte und Evaluationsdesigns entstehen ebenso für Gutachten, Stiftungs- und Verbandsprojekte, Modellvorhaben und interne Machbarkeitsprüfungen – vom methodischen Kurzgutachten bis zur vollständigen Ausarbeitung.
Wer übernimmt die Fallzahlplanung?
Studiendesign, Endpunktlogik und Auswertungsstrategie entwickle ich selbst; die biometrische Fallzahlplanung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem externen Statistiker. So bleibt die Berechnung fachlich abgesichert und von der Konzeption getrennt.
Wie wird abgerechnet?
Auf Tagesbasis, bei abgegrenzten Paketen auch als Festpreis. Der Umfang ergibt sich aus Komplexität, Zeitrahmen und Abstimmungsbedarf und wird nach einem Erstgespräch als Angebot festgehalten.
Schreiben Sie mir eine E-Mail an mail@leasophieborgmann.com oder buchen Sie sich direkt einen unverbindlichen Termin für einen Videocall.
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